Welches Messkonzept passt zur PV-Anlage?
Die passende Messung hängt von der tatsächlichen Konfiguration ab: Eigenverbrauch oder Volleinspeisung, weitere Erzeuger, Speicher, separate Verbraucher und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung. Der Assistent fragt die entscheidenden Angaben ab und begründet seinen Vorschlag.
- Anlagenkonfiguration erfassen. Nutzung, Einspeisung, Speicherbetrieb und weitere Erzeuger angeben.
- Besondere Verbraucher prüfen. Wärmepumpe, Wallbox oder andere separat versorgte Verbraucher berücksichtigen. Eine Kaskadenmessung hängt vom konkreten Tarif- und Messkonzept ab.
- Vorschlag und offene Punkte lesen. Fehlende Angaben ergänzen und die Empfehlung auf das Projekt prüfen.
- Mit dem Netzbetreiber abstimmen. Netzbetreiber, Konzeptbezeichnung und Freigabestand dokumentieren. Die Softwareempfehlung ersetzt diese Abstimmung nicht.
Messkonzept für GGV und Mehrfamilienhaus
Bei GGV werden teilnehmende und nicht teilnehmende Einheiten sowie Allgemeinstrom getrennt erfasst. Die Messstellenzuordnung verbindet die Einheiten mit dem GGV-Schaltplan. Reale Zähler, rechnerische Messwerte und noch offene Zuordnungen bleiben erkennbar.
Die wirtschaftliche Vorplanung betrachtet Betreiber und Teilnehmer getrennt. Sie ersetzt weder die laufende Abrechnung noch die Abstimmung der Mess- und Datenprozesse.
Zählerschrank: geeignet, nachrüsten oder austauschen?
Erfassen Sie den vorhandenen Zählerschrank mit seinem Prüfstatus. Bei Handlungsbedarf dokumentieren Sie konkrete Gründe, etwa fehlenden Platz für Mess- und Steuertechnik, den Zustand oder das Schutzkonzept, sowie die vorgesehenen Maßnahmen.
Im Kundenbericht wird verständlich erklärt, warum eine Nachrüstung oder ein Austausch vorgesehen ist. Der Installationsbericht hält die technischen Angaben und offenen Prüfungen fest. Die Bewertung beruht auf der Bestandsaufnahme des Fachbetriebs.
Leitungen und Anschluss vorplanen
Für die Leitungsvorplanung erfassen Sie unter anderem Leitungslänge, Betriebsstrom, Material, Querschnitt und Verlegebedingungen. Ergebnisse und Hinweise unterstützen die weitere Prüfung von Strombelastbarkeit und Spannungsfall.
Für Niederspannung und Mittelspannung lassen sich passende Anschluss- und Schutzangaben sowie benötigte Schränke und Nachweise strukturieren. Die endgültige Dimensionierung, Kurzschluss- und Selektivitätsprüfung sowie Ausführungsfreigabe bleiben projektspezifische Fachaufgaben.
Leitungen, Schutz und Netzstudien ergänzen
Leitungen lassen sich in Verlegeabschnitte mit eigenen Längen, Querschnitten, Widerständen und Korrekturfaktoren aufteilen. Schutz- und Selektivitätsstudien sowie eine radiale Netzstudie verwenden die im Projekt belegten Eingaben.
Diese Studien unterstützen die fachliche Prüfung. Fehlende Netzimpedanzen, Kennlinien und Schutzwerte bleiben offene Eingaben; ein Schaltplan oder Rechenergebnis ersetzt keine Netzbetreiberfreigabe.
Mittelspannungsplan für Solarparks · Elektrische Parkinfrastruktur
Häufige Fragen zur Elektroplanung
Ist die elektrische Planung verpflichtend?
Nein. Sie wird ausdrücklich als optionaler Planungsposten ausgewählt. Erst dann werden die zugehörigen Prüfungen und Unterlagen in den Projektumfang aufgenommen.
Wählt SonnenBilanz das Messkonzept verbindlich aus?
Die Software erstellt eine begründete Empfehlung auf Basis der Angaben. Das konkrete Messkonzept wird mit dem zuständigen Netzbetreiber abgestimmt und der Freigabestand im Projekt dokumentiert.
Welche Unterlagen bekommt der Kunde?
Der Kundenbericht erklärt Anlagenkonzept, Ergebnisse und dokumentierte Maßnahmen am Zählerschrank. Der separate Installationsbericht bündelt die technische Vorplanung und bei ausgewähltem Elektroanteil die zugehörigen Unterlagen.
Vom Messkonzept zur Dokumentation
Übernehmen Sie das geprüfte Anschluss- und Messkonzept in den einpoligen PV-Schaltplan. Gerätezuordnung und offene Ausführungsprüfungen bleiben dabei sichtbar.
Für Beratung und Übergabe ergänzen die Kunden- und Installationsberichte die technische Zeichnung um die zugehörige Planung.
