Software für Fachbetriebe und Energieberater

PV-Wirtschaftlichkeit nachvollziehbar berechnen.

SonnenBilanz verbindet die geplante Photovoltaikanlage mit Verbrauch, Speicher und Ihren eigenen Preisen. Vergleichen Sie Anlagenvarianten und erklären Sie Ihren Kunden, wie Ertrag, Eigenverbrauch und Investition das Ergebnis verändern.

SonnenBilanz-Ergebnisansicht mit PV-Ertrag, Eigenverbrauch und Monatsdiagramm einer fiktiven Beispielanlage.
Originalansicht aus SonnenBilanz V26. Alle Projektwerte sind fiktiv und dienen der Demonstration; sie sind keine Renditezusage.

Welche Angaben braucht eine PV-Wirtschaftlichkeitsberechnung?

Die Frage nach der Amortisation beginnt beim tatsächlichen Kundendach. Eine pauschal angenommene Anlagenleistung kann ein attraktives Ergebnis liefern und trotzdem nicht zum Gebäude passen. Übernehmen Sie daher zuerst die geprüfte Modulbelegung aus der Dachplanung.

  • Anlage und Standort: Modulanzahl, Ausrichtung, Dachneigung, Wechselrichter und bekannte Verluste bestimmen die Ertragsgrundlage.
  • Verbrauch und zeitliche Verteilung: Jahresverbrauch und Lastprofil beeinflussen, wie viel PV-Strom im Objekt genutzt werden kann. Wärmepumpe und E-Auto gehören in die Verbrauchsbetrachtung.
  • Investition und laufende Kosten: Nutzen Sie die konkreten Projektpreise und dokumentieren Sie, welche Positionen enthalten sind.
  • Tarife und Berechnungsannahmen: Strombezugspreis, Einspeisevergütung, Betrachtungszeitraum und Kalkulationszins müssen zum Projekt und zum betrachteten Zeitpunkt passen.

SonnenBilanz simuliert Erzeugung und Verbrauch stündlich. Gespeicherte PVGIS-Stundenwerte können die standortbezogene Ertragsgrundlage liefern. Eine Prognose beschreibt das gewählte Modell und seine Eingaben; spätere Wetterjahre und das Nutzungsverhalten können abweichen.

Ertrag, Eigenverbrauch und Rendite unterscheiden

PV-Ertrag und Eigenverbrauch

Der Ertrag beschreibt die erzeugte Energie. Für die Stromkosten zählt zusätzlich, welcher Anteil davon im Gebäude genutzt wird und welche Menge ins Netz fließt. Zwei Haushalte mit gleichem Jahresverbrauch können wegen unterschiedlicher Tagesabläufe andere Ergebnisse erreichen.

Autarkie und Amortisation

Autarkie beschreibt den Anteil des Strombedarfs, den PV und Speicher decken. Die Amortisation beschreibt dagegen den modellierten Ausgleich von Investition und Rückflüssen. Mehr Autarkie allein beweist deshalb keine bessere Wirtschaftlichkeit.

Kapitalwert

Der Kapitalwert berücksichtigt den gewählten Kalkulationszins und die zeitliche Lage der Zahlungsströme. Vergleichen Sie ihn zwischen Varianten nur bei denselben Grundannahmen. Wird die Amortisation innerhalb des Betrachtungszeitraums nicht erreicht, darf daraus kein zugesagtes Rückzahlungsdatum werden.

Warum kWp und Wechselrichterleistung abweichen können

Die Nennleistung der Module ist nicht die ständig verfügbare Leistung am Wechselrichter. Ausrichtung, Temperatur, Einstrahlung, Verschattung und die Betriebsweise eines DC-Speichers beeinflussen den Leistungsverlauf. Deshalb entscheidet das Verhältnis der Nennwerte allein noch nicht über die passende Auslegung.

Der Kundenbericht erklärt die Abweichung und ordnet berechnete Abregelverluste ein. Ob beispielsweise 6 kW Wechselrichterleistung zu 15 kWp Modulleistung passen, muss anhand der konkreten Anlage, des Ertragsvergleichs und der Geräte-Grenzwerte geprüft werden.

Für den Fachbetrieb steht zusätzlich ein Installationsbericht als Beispiel (PDF) bereit.

Anlagenvarianten auf derselben Grundlage vergleichen

  1. Eine Referenz festlegen. Beispielsweise die geprüfte PV-Anlage ohne Speicher. Standort, Verbrauch und Tarife bleiben für den Vergleich gleich.
  2. Eine gezielte Änderung berechnen. Ergänzen Sie einen Speicher, ändern Sie seine Kapazität oder vergleichen Sie eine andere zulässige Belegung. Kosten und Technik gehören jeweils zu dieser Variante.
  3. Ergebnis und Annahmen gemeinsam zeigen. Vergleichen Sie Ertrag, Netzbezug, Eigenverbrauch, Investition und Kapitalwert. Prüfen Sie zusätzlich, wie empfindlich das Ergebnis auf geänderte Strompreise oder Kosten reagiert.

Der PV-Speichervergleich vertieft die Frage, welchen zusätzlichen Nutzen ein Speicher bringt. Für Mehrfamilienhäuser bietet die GGV-Vorplanung eine getrennte Betrachtung von Betreiber und Teilnehmern.

Kundenberichte mit Ihrem Firmenlogo und Variantenberichte halten den Planungsstand fest. Ein fiktiver Musterbericht als PDF zeigt den Aufbau. Eine Anleitung finden Sie unter Anlagenvarianten vergleichen.

Wetterstreuung und Vermarktung einordnen

Historische Wetterjahre zeigen, wie der Ertrag derselben Anlage zwischen Jahren schwankt. Median und Q10–Q90 sind Wetterstatistik, keine garantierte Wirtschaftlichkeit. Preisannahmen und Modellunsicherheit bleiben gesondert zu beurteilen.

Bei Freiflächenanlagen können Sie Festpreisverträge oder Stundenpreise, Parkkosten, Abregelung und Parkspeicher untersuchen. Der Betriebsdatenvergleich und die Projektakte helfen, Annahmen später nachvollziehbar zu prüfen.

Vermarktungsannahmen eines fiktiven Solarparks
Originalansicht vom 19. Oktober 2026. Fiktive Beispielanlage; keine Kundenplanung.

Ertragsbandbreiten und Verluste · Parkvermarktung

Fragen zur Wirtschaftlichkeitssoftware

Ist SonnenBilanz ein kostenloser Online-Solarrechner?

SonnenBilanz ist eine lokal installierte Planungssoftware mit Firmenlizenz. Die erworbene Version lässt sich dauerhaft ohne Pflichtabo nutzen. Preise, Lizenzumfang und optionale Updates sind auf der Preisseite beschrieben.

Kann ich meine eigenen Einkaufspreise und Angebote verwenden?

Ja. Sie können eigene Produkte und Preise pflegen und Lieferantenpreise per CSV mit Vorschau übernehmen. Prüfen Sie, dass die Projektpositionen vollständig sind und die Investition der berechneten Variante entsprechen.

Garantiert die Berechnung eine bestimmte Rendite?

Nein. Die Ergebnisse hängen von Dachdaten, Verbrauch, Kosten und den gewählten Annahmen ab. Sie dienen der nachvollziehbaren Beratung und müssen bei geänderten Projektangaben neu berechnet werden.

Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren

Nach dem Variantenvergleich übernehmen Sie die gewählte Anlage und ihre Kostenannahmen in die Kundenberichte und Montageunterlagen. Für die Angebotsvorbereitung können Sie Planung und Stückliste an Richt-Schnur übergeben; verbindliche Angebotspreise werden dort festgelegt.