Eingaben → Berechnung → Auswertung
Für Solarteure, Elektrofachbetriebe und Energieberater, die eine konkrete Planung erklären und Annahmen prüfen möchten. Der folgende Ablauf verbindet die Softwareansichten mit dem vorhandenen Beispielbericht.
1. Eingaben: Anlage und Daten prüfen
Beginnen Sie mit den tatsächlich belegbaren Dachflächen oder der Freiflächenplanung. Halten Sie Modulzahl, Ausrichtung, Neigung, Verschattung sowie die Modul- und Montageparameter je Fläche fest. Fehlende Maße oder ungeprüfte Parameter bleiben offene Angaben.
Wählen Sie Standort, Datenquelle und historische Wetterjahre. Das Beispiel verwendet PVGIS SARAH3, 2014–2023, 48,17° N / 8,62° E. Anlage und Anlagenparameter sind fiktiv.
2. Berechnung: Annahmen gleich halten
Berechnen Sie jedes Wetterjahr mit derselben Anlage und denselben Betriebsannahmen. Prüfen Sie das Verlustdiagramm vom Modul bis zu Eigenverbrauch und Einspeisung: berücksichtigte Verschattung, Temperatur, Systemverluste, elektrische Begrenzungen und gegebenenfalls Speicherung.
Jährliche Degradation und wechselnde Tarife werden dabei nicht mit der Wetterstreuung vermischt. Pauschale Verluste bleiben als solche erkennbar.
3. Auswertung: Bandbreite und Grenzen lesen
Vergleichen Sie Jahreswerte, Mittelwert, Median sowie Minimum, Maximum und Q10–Q90. Weniger als zehn Jahre sind eine kurze Stichprobe. Die Werte beschreiben historische Wetterstreuung, keine garantierte Zukunftsspanne und keine bankfähige P50/P90-Prognose.
Modell-, Mess-, Ausfall- und Klimatrendunsicherheit sind nicht eingerechnet. Prüfen Sie den fiktiven Beispielbericht mit Ergebnisnachweis (PDF) zusammen mit den folgenden HTML-Erläuterungen zu Daten, Rechenweg und Grenzen.
Modul und Montage je Fläche berücksichtigen
Eine Dachfläche mit enger Hinterlüftung verhält sich thermisch anders als ein frei aufgestelltes Tischfeld. Hinterlegen Sie dafür eigene Kennlinien- und Wärmeparameter oder übernehmen Sie bewusst die gemeinsamen Projekteinstellungen.
Das Temperaturmodell verwendet Einstrahlung, Umgebungstemperatur und Wind. Neben dem linearen Temperaturkoeffizienten können belegte SAPM-Profile importiert werden. Quelle, Bestätigung und Einsatzbereich bleiben Teil des Ergebnisses.
Diese Parameter ersetzen keine Auswahl der physischen Modulmaße, Nennleistung oder elektrischen Stringdaten. Ein anderes Kennlinienprofil ändert diese Angaben nicht automatisch.

Dasselbe Projekt mit mehreren Wetterjahren rechnen
Laden Sie 2 bis 30 zusammenhängende historische Jahre über PVGIS oder importieren Sie gespeicherte PVGIS-Dateien und SonnenBilanz-Jahressammlungen. Jahr, Datenbank, Standort, Zeitbezug und Herkunft bleiben dokumentiert; gespeicherte Reihen sind offline nutzbar.
Die Berechnung verwendet für jedes Jahr dieselbe Anlage und dieselben Betriebsannahmen. So werden Unterschiede zwischen den Wetterjahren sichtbar, ohne sie mit jährlicher Degradation oder wechselnden Tarifen zu vermischen.

Die aktuelle Beispielansicht verwendet PVGIS-SARAH3-Wetterdaten von 2014 bis 2023 für 48,17° N / 8,62° E. Die Anlage und ihre Parameter sind fiktiv. PVGIS: stündliche Strahlungsdaten ↗
Median und Q10–Q90 richtig lesen
Jahreswerte, Mittelwert, Median, Minimum, Maximum und Q10–Q90-Bereich beschreiben die berechnete historische Wetterstreuung. Q10 und Q90 werden aus den sortierten Jahreserträgen linear interpoliert. Weniger als zehn Jahre werden ausdrücklich als kurze Stichprobe gekennzeichnet.
Der Bereich ist keine garantierte künftige Ertragsspanne und keine bankfähige P50/P90-Prognose. Modell-, Mess-, Ausfall- und Klimatrendunsicherheit sind nicht eingerechnet.

Fiktiven Beispielbericht mit vollständigem Nachweis öffnen (PDF) ↗
Vom Modul bis zur nutzbaren Energie
Das Verlustdiagramm beginnt bei der STC-Bezugsenergie aus Einstrahlung und installierter Leistung. Es zeigt die im Projekt verwendeten Schritte für Verschattung, bifazialen Rückseitenertrag, Modulkennlinie, Temperatur und übrige Systemverluste.
Danach folgen die anwendbaren elektrischen Verluste, Wechselrichter- und Stationsbegrenzungen, Netz- oder Markt-Abregelung sowie Speicherung. Bei Solarparks werden auch Leitungen und Transformatoren bilanziert. Externer Hilfsstrombezug wird als solcher ausgewiesen; verbleibender Speicherinhalt zählt nicht als Verlust.
Das Ergebnis führt zu Eigenverbrauch und Einspeisung. Diagramm und PDF werden durch einen exportierbaren Rechennachweis ergänzt. Pauschale Verluste werden nicht in unbelegte Einzelursachen aufgeteilt.

Rechenprüfung und reale Genauigkeit unterscheiden
Die Rechenmodelle werden gegen unabhängige Referenzfälle und veröffentlichte Moduldaten geprüft. Der Kennlinienvergleich umfasst 22 historische Module und drei Standorte; ein günstiger Durchschnitt bedeutet keine Verbesserung für jedes Modul.
Eine geschlossene Energiebilanz prüft die rechnerische Konsistenz. Die Genauigkeit einer Kundenanlage hängt zusätzlich von Modulparametern, Aufmaß, Wetter, Verschattung und Betriebsbedingungen ab. Neuere Zelltechnologien und bifaziale Anlagen sind durch historische Messproben nicht pauschal validiert.
Auswertung im Projekt weiterverwenden
Verwenden Sie denselben Anlagen- und Wetterstand für den Vergleich mit und ohne Speicher. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ergänzt Verbrauch, Investition und Tarife; eine Wetterbandbreite allein ist keine Renditeprognose.
Halten Sie Datenquellen, Annahmen und offene Prüfungen in den Kunden- und Installationsberichten fest. Der fiktive Ergebnisnachweis als PDF zeigt die Ertragsauswertung im Zusammenhang.