In vier Schritten zum Schaltplan
- Elektrikerplan dazuwählen. Unter „Elektrische Planung“ den optionalen Planungsposten aktivieren. Anschlussart, Geräte und Messkonzept aus dem konkreten Projekt prüfen.
- Betriebsmittel und Messstellen zuordnen. Wechselrichter, Speicher, Haupt- und Erzeugungszähler sowie Schutzgeräte erfassen. Unbekannte Daten bleiben offen.
- Übersicht kontrollieren. Sammelschiene unten, Verbraucher oben: Verbindungen, Bezeichnungen und die Zuordnung der Speicher prüfen. Ergänzende Blätter führen Schutzfunktionen und weitere Abgänge aus.
- Als PDF weitergeben. Der SLD wird im Querformat ausgegeben. Der Entwurf begleitet die fachliche Prüfung und die Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber.
PV-Anlage mit DC- oder AC-Speicher
Ein DC-gekoppelter Speicher wird am Batterieanschluss des zugeordneten Wechselrichters dargestellt. Ein AC-Speicher erhält einen eigenen Batteriewechselrichter und einen Abgang an der AC-Sammelschiene.
Bei mehreren Wechselrichtern muss die Zuordnung eindeutig sein. Ein offener Anschluss wird nicht als bereits geklärte Verbindung dargestellt.
GGV-Schaltplan mit allen erfassten Einheiten
Für die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung erscheinen Wohneinheiten, Allgemeinstrom und Messstellen mit ihren Bezeichnungen. Auch nicht teilnehmende Einheiten gehören zur vollständigen Gebäudedarstellung. Zugeordnete Wallboxen werden hinter dem jeweiligen Einheitenzähler dargestellt.
PV, Speicher und Verbraucher werden bei geeigneter Konfiguration auf einer gemeinsamen Übersicht zusammengeführt. Reicht der Platz nicht aus, ergänzen nummerierte Folgeblätter die weiteren Einheiten. Physische Zähler und rechnerische Messwerte bleiben unterscheidbar.
Schaltzeichen und Netzanschlussregeln
Die Symbolik orientiert sich an DIN EN/IEC 60617. Sicherungen, Leistungsschalter, Zähler, Umrichter und Batterien erscheinen mit eigener Beschriftung. Schutz- und Steuerfunktionen werden gesondert bezeichnet.
VDE-AR-N 4105 betrifft den Anschluss von Erzeugungsanlagen in der Niederspannung, VDE-AR-N 4110 den Anschluss an das Mittelspannungsnetz. Zusätzlich sind die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers zu prüfen. Der erzeugte Entwurf ist keine automatische Norm- oder Anschlussfreigabe.
Schutzeinstellungen, Selektivität, Kurzschlussnachweise und die tatsächliche Verdrahtung müssen projektspezifisch geprüft werden. Informationen zur IEC-60617-Schaltzeichendatenbank.
Solarpark und Mittelspannung übersichtlich darstellen
Für Freiflächenanlagen entstehen eigene Planblätter: Parkübersicht und Sammelnetz, Übergabestation mit Messung und Schutz sowie Details der Trafostationen. Wechselrichtergruppen und Parkspeicher erscheinen in ihrer tatsächlichen Projektzuordnung.
Schaltgruppe, Übersetzung, Kurzschlussspannung und Schutzangaben werden je Station erfasst. Offene Bemessungen bleiben erkennbar. Ringförmige Einspeisung, Eigentums- und Betriebsführungsgrenzen können im Plan dokumentiert werden; die radiale Netzstudie ist davon getrennt.

Häufige Fragen zum PV-Schaltplan
Ist der Schaltplan automatisch beim Netzbetreiber einreichbar?
Er ist eine Grundlage für die Abstimmung. Der verantwortliche Fachbetrieb prüft Vollständigkeit, Betriebsmittel, Schutzkonzept und die konkreten Anforderungen des Netzbetreibers vor der Einreichung.
Bleiben PV, Speicher und Mieter auf einem Blatt?
Bei unterstützten Konfigurationen gibt es eine gemeinsame Übersicht. Zusätzliche Einheiten oder komplexere Schutz- und Messvarianten erhalten Folgeblätter, damit Beschriftungen lesbar bleiben.
Muss ich die Elektroplanung für jedes Projekt verwenden?
Nein. „Elektrikerplan einbeziehen · optional“ ist ein auswählbarer Planungsposten. Die Dach-, Energie- und Wirtschaftlichkeitsplanung kann ohne ihn verwendet werden.
Schaltplan und Berechnungsgrundlage übergeben
Ergänzen Sie den Schaltplan durch die Kunden- und Installationsberichte mit Belegung und offenen Prüfungen. Die Ertragsanalyse erläutert die verwendeten Wetterdaten und Verluste; der Schaltplan allein belegt keinen Jahresertrag.
